Juni 3

Podcast #5: Ziele, Wege, Maßnahmen – so bringen Sie Struktur in Leben und Beruf!

Organisation, Podcasts, Strategie, Tipps, Tricks, Tools

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​In meinem fünften Podcast geht es um ein einfaches aber sehr wirkungsvolles Konzept: „Ziele. Wege. Maßnahmen.“

​Es ist universell einsetzbar: Für Sie persönlich, wenn sie sich gerade fragen, wohin ist mein Elan, meine Motivation, meine Energie. Für Unternehmen oder Abteilungen Ihres Unternehmens, die sich – ob Krise oder Chance – neu aufstellen oder vielleicht auch nur besser fokussieren möchten. Ja, und es funktioniert sogar in privaten Diskussionen oder bei Konflikten, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

​Ich nutze dieses Methode seit Beginn meiner beruflichen Laufbahn, ebenso wie den Jobstatus, den ich ja bereits in meinem zweiten Podcast vorgestellt habe.

Zum Thema „Zielerreichung“ verzeichnet die Google Suche 26.500.000 Ergebnisse, zahlreiche Fachbücher und wissenschaftliche Abhandlungen. Mir geht’s um konkrete Tipps und Handlungsempfehlungen aus meiner langjährigen Erfahrung als Unternehmerin - deshalb erwartet sie in meinem fünften Podcast auch wieder eine kurze, prägnante und praxisbezogene Darstellung dieses sehr wirkungsvollen Konzepts.

Wie wende ich „Ziele. Wege. Maßnahmen.“ an?

Die erste wichtige Frage, die nach dem Ziel, ist – und das muss sie auch sein – immer eine ganz persönliche. Warum will ich tun, was ich tue?

Ich zum Beispiel habe mich dafür entschieden, Sie bei Ihrem unternehmerischen Erfolg zu unterstützen. Warum? Weil ich so viele und vielfältige Erfahrungen als Unternehmerin sammeln durfte, dass ich glaube, damit anderen wirklich helfen zu können. Das macht mir Freude! Und ist jetzt gerade genau das, was ich machen möchte: Arbeiten mit unterschiedlichen Teams, in unterschiedlichen Branchen und ganz vielfältigen Herausforderungen, mit immer neuen Anregung für mich.

Photo by Annie Spratt on Unsplash

Zu den Zielen.

Echte Ziele haben immer einen Inhalt, beantworten immer eine „Warum“-Frage. „Ich will reich und berühmt werden“ ist kein echtes Ziel. Ein echtes Ziel wäre: „Ich singe für mein Leben gern, liebe Publikum und den großen Auftritt, deshalb werde ich Sängerin.“
Und auch „Wir wollen 15 Prozent Rendite erzielen“ ist kein richtiges Ziel, wohl aber: „Wir möchten unabhängig von Banken und Investoren unsere Zukunft gestalten und Innovationen umsetzen können. Deshalb brauchen wir eine nachhaltig hohe Rendite.“ Mit der „Warum“-Frage verbinden sie  in der Regel auch immer eine Emotion. Und die ist wichtig, wenn Sie Ihre Ziele „verkaufen“ und Teammitglieder für Ihre Ziele begeistern und motivieren wollen.

Bei größeren Projekten oder auch Unternehmenszielen macht es Sinn, in übergreifende und untergeordnete Ziele zu unterscheiden – aber vermengen Sie nicht Ziele und nachfolgende Schritte (also Wege und Maßnahmen).

Ihr Ziel oder auch Ihre Ziele sollten immer nach der sogenannten SMART-Methode formuliert sein, dass heißt das sie Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminierbar sind. Die SMART-Kriterien sind eine gute Hilfe zur konkreten Formulierung Ihrer Ziele und unterstützen die spätere Umsetzbarkeit. Wer sich umfangreicher damit auseinandersetzen möchte: einen Link hierzu stelle ich unten in die ShowNotes.

Wenn Sie sich auf ein gemeinsames Ziel geeinigt haben, dann machen Sie es transparent für alle, die damit zu tun haben. Ich habe es oft so gemacht, dass ich das Ziel groß in dem Konferenzraum, in den Räumen wo die Mitarbeiter sitzen an die Wand angebracht habe. So ist man selbst und auch die Mitarbeiter immer wieder darauf fokussiert.

Bleiben Sie flexibel bei der Zielerreichung. Es können sich im laufenden Prozess immer wieder verschiedene Faktoren ändern, vielleicht verschiebt sich sogar Ihre Zielsetzung ein wenig oder äußere Umstände machen eine Anpassung erforderlich. Bewahren Sie sich also die nötige Flexibilität, um auf Veränderungen reagieren zu können. Das ist wichtig im laufenden Prozess und hilft dem Team immer wieder, motiviert zu bleiben.

Photo by Jared Murray on Unsplash

Zu den Wegen.
Womit wir dann bei den Wegen wären: von denen bekanntlich viele nach Rom führen. Und sie werden erleben: oft ist es gar nicht so schwer, sich auf ein gemeinsames Ziel zu einigen. Beim Wandern in den Bergen ist im Gebirge, auch für eine Gruppe, der höchst Berg leicht auszumachen. Und damit kann man sich meist schnell auf ein Ziel einigen. Aber der oder die möglichen Wege dahin, die wollen erst einmal gefunden und bewertet werden. Dafür ist es wichtig, zunächst Einigkeit über das Umfeld zu haben: Für Sie sind das z.B. der Markt, die Wettbewerber, aber auch gesellschaftliche oder politische Rahmenbedingungen und Strömungen wie Nachhaltigkeit, Moden oder Fördermittel.

Meist führen bekanntlich mehrere Wege zum Ziel – aber welcher ist der beste ? Da hilft ein Blick auf die vorhandenen Ressourcen (interne wie externe) – das investierbare Kapital, Kontakte zu Lieferanten, Partnern oder Verkaufsorganisationen, die Talente und Erfahrungen der Mitarbeiter.

Gerade bei letzteren ist es wichtig, persönliche Ziele mit dem übergreifenden Ziel zu verknüpfen, denn je fokussierter das Team desto erfolgreicher wird es agieren. Übrigens: Wenn die Ressourcen es zulassen, kann man gerade am Anfang Teams auch splitten um mehrere Wege zu erkunden, z.B. alternative Vertriebswege wie Direktverkauf oder Fachhandel. Sobald jedoch klar ist, welcher Weg den größten Erfolg verspricht, sollten alle gemeinsam auf diesem voranschreiten.

Übrigens: Die kürzeste Verbindung um von A nach B zu kommen ist eine gerade Linie. Aber das muss nicht immer der beste Weg sein. Umwege sind oft die Regel. Das macht aber nichts, im Gegenteil: Umwege erhöhen nicht nur die Ortskenntnis. Oft entdecken wir durch Umwege und abseits der üblichen Trampelfade ganz neue Möglichkeiten, kreative Lösungen. Bleiben Sie auch bei den Wegen immer flexibel!


Photo by Kid Circus on Unsplash

Zu den Maßnahmen

Wir haben jetzt ein Ziel, wir haben eine Landkarte mit Wegen. Was sind nun die Maßnahmen? Um im Bild beim Wandern im Gebirge zu bleiben: vielleicht muss ein Transportmittel beschafft, eine Brücke gebaut, ein Beförderungsunternehmen gefunden werden. Es gibt Meilensteine wie diese, und es gibt ein kontinuierliches Tagespensum („an jedem Tag wollen wir 20 Kilometer schaffen“).

Legen Sie diese Maßnahmen immer so fest, dass sie ambitioniert, aber erreichbar sind. Maßnahmen sind keine Einbahnstraße, binden Sie das Team in alle wichtigen Vereinbarungen ein, sonst werden die Maßnahmen halbherzig umgesetzt oder gar sabotiert. Feiern Sie jeden messbaren Erfolg – von der kontinuierlichen Tagesleistung bis zu jedem erreichten Meilenstein. Loben Sie Engagement, hinterfragen Sie Fehler und Misserfolge, ohne den Einzelnen gleich in in Frage zu stellen.

Damit alle nötigen Maßnahmen abgearbeitet werden und das Team so wirklich gemeinsam voran kommt, muss es eins geben, das all das zusammenhält: ein wirksames und gelebtes, einfaches Controllinginstrument. Das ist der Jobstatus, den ich bereits in meinem 2 Podcast vorgestellt habe. Damit dokumentieren Sie regelmäßig alle Fortschritte. Und das wiederum ist sehr wichtig für die Motivation und die Zielerreichung.

Photo by mauro paillex on Unsplash

​Wie findet das Konzept „Ziele. Wege. Maßnahmen.“ Anwendung für Sie persönlich?

Wie eingangs schon erwähnt, können Sie dieses Konzept oder diese Strategie nahezu überall anwenden, wo Sie gerade vor einer Aufgabe oder Herausforderung stehen.

Sie merken gerade, dass ihnen der Elan, die Motivation, die Lebensenergie abhanden gekommen ist? Dann nehmen Sie sich mal raus aus Ihrem Arbeitsalltag, nehmen sich Zeit für sich und denke über Ihre ganz persönlichen Ziele nach. Das kann sich um ihre Freizeitgestaltung handeln, um ihre Ehe oder Partnerschaft, oder auch Ihre persönlichen Ziele im Unternehmen oder ihrem Job. Um welche Herausforderung es auch immer sich bei Ihnen gerade handelt, nehmen Sie sich die Zeit und verschriftlichen Sie diese.

Vertiefen wir das Thema Freizeitgestaltung: Vielleicht passt gerade der Ausgleich zwischen Job und freier Zeit nicht und Sie fühlen sich dadurch ständig gereizt oder ausgelaugt. Notieren Sie, was Ihr Ziel bei Ihre Freizeitgestaltung ist. Und das sollte nicht einfach heißen: Ich will mehr Zeit dafür. Verbinden Sie Ihre Frage nach dem Ziel wieder mit einer ganz persönlichen Warum-Frage, z.B. „Damit es mir besser geht, möchte ich sportliche Ertüchtigung und Spaß zusammen bringen!“ Oder: „Ich möchte meine Freizeitgestaltung optimieren, damit ich nicht so viel Zeit verdaddel und mich auf das fokussiere, was mir Spaß und Freude bereitet!“

Wenn Sie das Ziel für sich definiert haben, finden Sie Wege, wie sie das für sich umsetzen können. Denken Sie in Möglichkeiten An welchen Tagen zu welchen Zeiträumen können Sie Ihre Freizeit gestalten? Welche Art der Freizeitgestaltung würde Ihnen Spaß machen? Was haben Sie früher gerne gemacht und durch die viele Arbeit aus den Augen verloren? Machen Sie lieber etwas alleine oder gerne mit anderen zusammen?

Und dann machen Sie sich einen konkreten Plan, wann sie was gerne machen wollen. Auch Chillen ist auch wichtig – also gönnen Sie sich auch Zeiten, in denen Sie gar nichts machen wollen. Finden Sie einen Sportpartner, eine Gruppe mit der Sie Ihre Freizeit gestalten können, einen Verein, eine Initiative. Nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor. Und dann setzen sie regelmäßig um, was Sie für sich definiert haben. Kleinere, aber kontinuierliche Schritte führen oftmals zum größeren Erfolg als wenige große, von denen schon der Dritte zu groß ist…

Ich zum Beispiel habe mich richtig schwer getan mit meiner Freizeitgestaltung. Durch langjährige viele Arbeit hatte ich keine Zeit mehr meine Hobbys. Ich bin gerne geritten, schon von kleinauf, da ich aber immer weniger Zeit hatte, habe ich das Pferd irgendwann abgegeben. Als ich dann auf einmal Zeit hatte, fiel es mir unendlich schwer, meine Zeit sinnvoll zu gestalten. Und schlimmer noch – es fiel mir sehr schwer, heraus zu finden, was ich denn wirklich gerne mache. Und das habe ich bei vielen anderen befreundeten Unternehmern so gesehen!

Also, lassen Sie es nicht soweit kommen. Arbeitet Sie nicht auf die „Zeit danach“ hin und müssen dann erst erlernen, wie sinnvolle, befriedigende und entspannende Freizeitgestaltung geht. Das ist sehr frustrierend! Fangen Sie deshalb rechtzeitig an, dann ist der Alltag ausgeglichener und sie sind ein besserer Chef und Unternehmer.

Heute bin ich einen großen Schritt weiter: Ich wandere gerne, bin gerne in der Natur (laufe fast täglich und höre dabei Podcasts ;-)) ich segle, was mir viel Spaß macht, ich singe, nehme Gesangsunterricht und musiziere mit anderen. Also, fangen sie an, schaffen Sie Life-Work-Balance. Nicht nur für Ihre Mitarbeiter – vor allem auch für Sie!

Und einen ganz persönlichen Tipp noch: Träumen Sie mal wieder. Für niemanden werden Ihre Träume jemals so wichtig sein, wie für Sie selbst. Ich habe wieder damit angefangen und es tut richtig gut!

Photo by Joshua Earle on Unsplash

​13 Tipps zu „Ziele. Wege. Maßnahmen.“ in der Zusammenfassung:

  1. ​„Ziele. Wege. Maßnahmen.“ ist ein einfaches und sehr wirkungsvolles Konzept zur Umsetzung, wenn Sie vor einer Aufgabe oder Herausforderung stehen.
  2. Es ist universell einsetzbar: Für Sie persönlich. Für Ihr Unternehmen oder Abteilungen ihres Unternehmens. Und nahezu in jeder Lebenslage.
  3. Die wichtigste Frage nach Ihrem Ziel ist immer die „Warum-Frage“. Also eine ganz persönliche – „Warum will ich, was ich tue?“
  4. Bei großen Aufgabe oder Herausforderungen gibt es immer ein übergreifendes und untergeordnete Ziele.
  5. Nutzen Sie die SMART-Methode: Ihre Ziele sollten immer so formuliert sein, dass sie spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminierbar sind.
  6. Bleiben Sie flexibel bei der Zielerreichung!
  7. Es gibt häufig mehrere Wege zum Ziel. Bewerten Sie die Wege anhand Ihrer Ressourcen.
  8. Werden Sie sich einig über Ihr persönliches Umfeld. Den Markt, den Wettbewerb, ihre Mitarbeiter.
  9. Verknüpfen Sie persönliche Ziele mit dem übergreifenden Ziel. Umso fokussierter und damit erfolgreicher arbeitet Ihr Team an der Umsetzung.
  10. Legen Sie Ihre Maßnahmen immer so fest, dass sie ambitioniert aber erreichbar sind.
  11. Feiern Sie jeden messbaren Erfolg – von der kontinuierlichen Tagesleistung bis zu jedem erreichten Meilenstein
  12. Installieren Sie ein einfaches und gelebtes Controllinginstrument: den Jobstatus.
  13. Nutzen Sie das „Ziele.Wege.Maßnahmen.“-Konzept auch für sich persönlich.

Photo by Chris Curry on Unsplash

​Erläuterung und Anwendung der SMART-Methode:

​...finden Sie hier!


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