September 30

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Podcast #16: Unternehmen, Trends, Corona – wie kann das zusammengehen?

Ich freue mich sehr, heute, in meinem 16 Podcast, vor einer echten Herausforderung zu stehen. Es geht um Überlegungen zu Strategien für Unternehmen, vor allem junge, auf starkes Wachstum ausgelegte Unternehmen, in der Covid- und Nach-Covid-Phase. Nicht nur aus Sicht der Firmen selbst, sondern auch aus Sicht ihrer Kapitalgeber, also z.B. Beteiligungsunternehmen. Wie können diese ihre Start-ups bestmöglich in den schwierigen und unsicheren Zeiten unterstützen und erfolgreich durch die Krise begleiten? Ich meine, da hilft nur der Blick nach vorn, und deshalb widme ich auch einen Schwerpunkt den Mega- und Makrotrends für Unternehmen während und nach Covid.

Der heutige Podcast geht zurück auf ein Gespräch mit Jan Valentin, Partner bei ennea capital partners, und Fragen, die er mir danach zugeschickt hat. Sie waren so spannend, aktuell und sicherlich für viele von Euch so interessant, dass ich ihnen gleich einen ganzen Podcast gewidmet habe.

Übrigens werde noch weitere Podcasts zu Fragen von Euch folgen. Ich habe Euch vor einiger Zeit vorgeschlagen „Ihr fragt, ich antworte!“. Und da haben mich schon einige tolle Fragen rund um Euer Business erreicht. Vielen Dank dafür! Da sind wirklich interessante Anregungen und Themen dabei, deshalb werde ich sie in loser Folge in jeweils einem Podcast behandeln und aus meiner Sicht beantworten. Und wenn Eure Frage noch nicht dabei ist? Dann schickt mir einfach eine Mail an f.reith@fr-medien.net und in einer der nächsten Folgen von „Ihr fragt, ich antworte“ seid Ihr dann dabei!

Und damit gleich zu den Fragen von Jan Valentin. Vielen Dank nochmals für die Fragen, die sicherlich sehr viele von uns interessieren, ob nun Startup, Unternehmer oder als Verantwortlicher im Management. Ich will Jan kurz vorstellen, da ich ihn auch bald als Interview-Partner in einem Gespräch haben werde, auf das ich mich schon sehr freue.
Ich kenne Jan schon seit mehr als 10 Jahren. Ich habe ihn damals als Kunden betreut, als er den Bereich Global Strategy bei KAYAK in der Schweiz leitete.

Jan Valentin

Jan Valentin…

… ist gelernter Journalist und Marketingmann – und  seit einem halben Jahrzehnt Unternehmer. Er ist Initiator und Partner von ennea capital partners, einem Beteiligungs- und Beratungsunternehmen für Reise- und Mobilitäts-Startups in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika). Mit einem Team von Branchenexperten und Mitarbeitern in Berlin, London und München beraten und investieren sie in junge Unternehmen und haben sich den Ruf erarbeitet, hands-on mitzuwirken und operativ stark zu sein.

Ich freue mich schon, Jan bald nochmal persönlich als Interview-Partner im Gespräch zu haben. Nun zu seinen Fragen:

Was werden übergreifende Mega-Trends nach Covid sein?

Darüber wird gerade viel philosophiert und diskutiert. Ein Trend ist nichts anderes als eine Veränderungsbewegung oder ein Wandlungsprozess. Man findet Trends in unterschiedlichsten Bereichen des Lebens – von der Ökonomie über die Politik bis zur Konsumwelt – in den unterschiedlichsten Durchdringungstiefen: Es kann sich um reine Oberflächenphänomene (z.B. Produkttrends) oder um tiefe, nachhaltige Strömungen handeln. Man unterscheidet hier in übergreifende Megatrends, Makrotrends und Microtrends.

Die Megatrends beschreiben die grossen gesellschaftlichen Strömungen mit einem Zeithorizont von über 10 Jahren und einer Halbwertszeit von mindestens 25 bis 30 Jahren. Sie haben prinzipiell einen globalen Charakter, auch wenn sie nicht überall gleichzeitig stark ausgeprägt sind. Sie müssen in allen möglichen Lebensbereichen auftauchen und dort Auswirkungen zeigen (nicht nur im Konsum, sondern auch in der Politik, Ökonomie etc.).
Die Macrotrends beziehen sich auf einen Zeithorizont von ca. 5 bis 10 Jahren. Sie beschreiben die Teiltrends in den jeweiligen Megatrends und bilden Gruppen, unter denen sich die Microtrends tummeln.
Microtrends sind reale Beispiele aus dem Bereich Marketing, Technologie und Lifestyle. Microtrends untermauern in der Regel Mega- beziehungsweise Macrotrends.

Wer sich hier noch intensiver mit beschäftigen möchte: Ich packe sehr interessante Links vom Zukunftsinstitut und vom Trendreport in die ShowNotes.

Photo by Nick Bolton on Unsplash

Vier Megatrends, die ich gerade sehr spannend finde:


Erster Megatrend: Gesundheit

Erster Megatrend nach Covid ist und wird sicherlich eine höhere Bedeutung des gesamten Gesundheitssektors, speziell der Telemedizin, sein, z.B. für Routineüberwachungen und -vorsorge. Aber auch medizinische Beratungsplattformen liegen voll im Trend: hier hat sich die Anzahl der in einem Monat aktiven Nutzer seit dem Virusausbruch in Einzelfällen um 1000 Prozent erhöht, ein Anbieter von virtuellen Pflegediensten, Teladoc, meldete für die zweite Märzwoche einen Anstieg der täglichen Online-Arztbesuche in den USA von 50%. Es wird andererseits maßgeblich um die Senkung Kosten für die Betreuung chronisch Kranker und von Pflegekosten gehen. In unterversorgten Gemeinden kann das unter Umständen zu einer besseren medizinischen Versorgung führen.

Photo by Evgeni Tcherkasski on Unsplash

Zweiter Megatrend: Online-Handel

Der Online-Handel wächst während der Coronakrise kräftig und wird auch nach Corona noch schneller wachsen. Im 2 Quartal wächst das Geschäft im Internet um 16,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz mit Lebensmitteln hat sich nahezu verdoppelt, so eine Studie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland BEVH. Unternehmen werden hier verstärkt in neue Technologien investieren: Von personalisierten Online-Shops für jeden Kunden über innovative Logistik, die dafür sorgt, dass ihr Paket Sie am Bestelltag noch erreicht.

Photo by Dan Dennis on Unsplash

Dritter Megatrend: Virtuelle Aktivitäten.

Virtuelle Aktivitäten werden zunehmen – von Online-Bildung (Online-Studium, Online-Weiterbildung, persönliche Weiterbildung), Telearbeit bis zum Einkaufen.
Die Ausbildung ist keine Aus-Bildung mehr, denn Bildung ist nie mehr „aus“. Der rasante Zuwachs an neuen Informationen macht es erforderlich, sich immer wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Die gute Nachricht ist: Das Wissen wird zwar mehr und veraltet schneller, aber es ist leichter zu finden, digital gespeichert und häufig kostenlos über das Internet zu beziehen. Der Megatrend „Neues Lernen“ entwickelt sich global von einer Industrie zu einer Wissensökonomie. Es wird zukünftig mehr denn je um das Selbstmanagement und persönliche Weiterentwicklung gehen als wesentlicher Skill der Zukunft.


Photo by Steven Ramon on Unsplash

Vierter Megatrend: Nachhaltigkeit

Umwelt-/Klimaschutz, Nachhaltigkeit gehören für mich zu den wichtigsten Megatrends. Denn wenn hier nichts Maßgebliches passiert und kein Umdenken erfolgt, dann müssen wir uns über andere Trends in leider gar nicht so ferner Zukunft – wir reden von einem Menschenalter – nicht mehr viele Gedanken machen.
Ich denke, jedes Unternehmen, ob klein oder groß, ob Bäcker, regionales Handwerksunternehmen oder Konzern, muss sich Gedanken machen und zu diesen Themen positionieren. Die Gewinner sind und werden die sein, die sich hier über ihre Werte klar sind und diese in ihrem Unternehmen und nach außen leben.  Marken und Unternehmen mit langfristiger, vorausschauender Sichtweise, denen unser Planet und der Mensch mit seinen Beweggründen wichtig sind, werden die Gewinner sein.
Der Megatrend Neo-Ökologie sorgt nicht nur für eine Neuausrichtung der Werte der globalen Gesellschaft, der Kultur und der Politik. Er verändert unternehmerisches Denken und Handeln in seinen elementaren Grundfesten.
Ich möchte hierzu zukünftig meinen Beitrag leisten und werde im Podcast demnächst unter der Rubrik „Wie kommt das Gute in die Welt“ Unternehmen vorstellen, die sich hierzu positionieren. Darauf freue ich mich schon sehr.

Photo by Bud Helisson on Unsplash

Welche Makrofaktoren und Trends sind für mein Unternehmen in der post-Covid-Phase wichtig?

Wir wissen derzeit alle nicht, wie lange uns Covid noch in Schach halten wird, ob es einen neuen Lockdown gibt. Keiner kann das zur Zeit wissen. Wir wissen auch nicht, wie lange es dauert, bis ein Impfstoff gefunden wird.
Ich glaube, dass es wichtig ist, sich erst einmal bewusst darüber zu werden, dass wir in unsicheren Zeiten leben und das dies noch eine ganze Zeit so bleiben kann. Und sich damit die Fragen zu stellen: Was bedeutet das für mein Unternehmen? Wie stark bin ich und meine Branche betroffen? Was kann ich tun und wie muss ich mich aufstellen, um zukünftig besser gerüstet zu sein?
Die Beantwortung der Fragen ist davon abhängig, in welcher Branche Dein Unternehmen tätig ist.
Es gibt Branchen, die es richtig hart getroffen hat und noch trifft. Die Gastro- Hotel- Tourismusbranche. Der gesamte Kultur- und Eventbereich etc.  Andere Branchen wie z.B. die Online-Versender, Logistik-Unternehmen, die Gesundheitsbranche, die Baubranche, aber auch Entwicklungsunternehmen von z.B. Video-Konferenzsysteme haben einen riesigen Zuwachs erfahren und der hält bei vielen noch an. Also wie immer gibt es auch Profiteure in einer Krise.

Also, erstmal klar machen, wie hart hat es mich, mein Unternehmen und meine Branche getroffen. Dann ist es sicherlich wichtig zu gucken, wie haben Marktteilnehmer, Mitbewerber auf die Krise reagiert. Was hat funktioniert, was weniger, prüfen, ob das auch fürs eigene Unternehmen umzusetzen ist. Beispiel: Gastronomie: Ich war sehr beeindruckt, wie schnell einige Unternehmen umgedacht und „Neues“ ausprobiert haben. Restaurants haben ihr Essen zum Abholen bereit gestellt (wenn möglich mit dem eigenen Auto), McDonalds kann man bei Lieferando bestellen, viele haben einen Bring-Service organisiert oder sind mit Kurierdiensten Koops eingegangen etc. Es gibt häufig Lösungen, an die man bisher nicht gedacht hat – die aber durchaus eine Alternative oder Ergänzung zum bisherigen Geschäftsmodell darstellen können.

Ich denke, gerade nach Covid wird es für jedes Unternehmen wichtig sein, seine Wertschöpfungskette zu überprüfen. Gibt es Bereiche, die ich noch nicht ausschöpfe? Beispiel Gastronomie: Kann ich auch einen Lieferservice integrieren? Dabei muss man nicht alles selbst machen. Damit bin ich bei meinem zweiten Tipp: Wo machen Koops Sinn. Was sind die eigenen Kernkompetenzen und was können neue Services sein, die ich in der Abwicklung nicht zwangsläufig selber machen muss. Das dritte wäre für mich: Bleibt in der Organisation in Eurer Struktur flexibel. Wir werden in Zukunft viel schneller als bisher gedacht auf Änderungen im Außen reagieren müssen. Agilität und eine flexible Struktur wird für viele Unternehmen zukünftig von entscheidender Bedeutung sein. Und bleibt kreativ!
Der Service am Kunden wird meiner Meinung nach ein extrem wichtiger Faktor sein. Wie aktuelle Studien zeigen, wird Service von Kunden höher bewertet als der Preis. Also fragt Euch, was ihr Euren Kunden noch an Service bieten könnt. Dabei müsst ihr gut verstehen, was wollen Eure Kunden. Beispiel Gastronomie: Die Kunden wollen Sicherheit, ihre Gesundheit schützen und doch noch weiter gerne bei ihrem Lieblings-Griechen oder Italiener essen. Wenn das seit Covid nicht mehr nötig ist, müssen neue Wege gefunden werden, die Bedürfnisse eurer Kunden zu befriedigen. Das Restaurant mit Lieferservice, um seinen Kunden das Lieblingsessen nach Hause zu liefern oder in die Firma den Mittagstisch. Gerne auch im Abo-Angebot. Jeden Dienstag gibt es eben das Lieblingsessen vom Italiener geliefert.

Schnell und mutig agieren: Wie schnell und gut hat sogar bei Großunternehmen die Umstellung auf Home-office geklappt. Undenkbar wäre das ohne den Zwang durch Covid gewesen. IT-Lösungen zur Integration von Home-office-Arbeitsplätzen wurden in einer Kürze geschaffen, Kommunikations- und Strukturen umgestellt. Das hat mich sehr beeindruckt. Kreativität wurde gefordert. Jede Krise birgt auch Chancen. Viele Arbeitnehmer sind noch im Home-office oder sind nur noch ein oder zwei Tage die Woche für Meetings in der Unternehmens-Zentrale. Und es funktioniert. Und wird nach Covid noch weiter gut funktionieren und noch ganz andere weit reichende Entscheidungen für das mobile Arbeiten mit sich bringen.

Photo by Ross Findon on Unsplash

Die wichtigsten Aktionen nach Covid:

  • Bestandsaufnahme für jedes Unternehmen, was haben wir gut, was haben wir nicht so gut gemacht. Bewerten, warum was gut und was nicht gut geklappt hat. Was sind unsere Learnings daraus?
  • Was haben Mitbewerber gut gemacht? Was kann man davon fürs eigene Unternehmen umsetzen?
  • Gibt es Branchen, die von der Krise besonders gebeutelt waren? Was haben die gut gemacht und was wäre davon adaptierbar für uns?
  • Wertschöpfungskette überprüfen. Gibt es Bereiche, die ich noch nicht anbiete? Wenn nicht, kann ich diese in Koop mit anderen anbieten oder selbst machen?
  • Gibt es durch die Krise ausgelöste Veränderungen (wie z.B Homeoffice, weniger Kundenbesuche etc) die genauso gut oder gar besser funktionieren als vor der Krise? Die in der neuen Strukturier vielleicht sogar Kostenersparnisse bringen? Nutz auch langfristig die Vorteile von mehr Videokonferenzen, Reduzierung von Mietflächen und bessere und effektivere Arbeitseinteilung der Mitarbeiter durch Homeoffice.
  • Wie verändere ich meine Unternehmensstruktur, um zukünftig noch besser in einer Krise gerüstet zu sein? Agiles Arbeiten? Agieren statt Reagieren!
  • Flexibilität und Kreativität schaffen oder beibehalten, damit man zukünftig schneller auf äußere Umstände reagieren kann.

Nun können wir nicht alle unser Business oder unsere Branche ändern. Was sind die Makrotrends, die für alle Unternehmen ob Dienstleistung oder produzierendes Gewerbe wichtig sind?

Hier nenne ich nun mal aus meiner Sicht die wichtigsten 5 Makrotrends für Unternehmen nach Covid, zu denen ich nach und nach eigene Podcasts machen werde:

Fokussierung auf Unternehmenswerte

…wird eine ganz wichtige Rolle spielen. Wofür steht mein Unternehmen, was mache ich besonders gut und besser als meine Mitbewerber. Und das dann auch leben!

Services

Ein entscheidend wichtiger Faktor oder auch Trend für jedes Unternehmen. Service intern seinen Mitarbeitern gegenüber (in der zukünftigen, sinnvollen Gestaltung der Arbeit), aber natürlich auch den Kunden gegenüber. Eine aktuelle interessante Strassenstudie mit 7000 Probanden zeigt, dass „Service“ an erster Stelle genannt wurde und der Preis nur an vorletzter Stelle, wenn es um die Entscheidung für ein Produkt oder eine Dienstleistung geht. Also, wir werden uns alle wieder mehr in mit den Bedürfnissen unserer Mitarbeiter und Kunden auseinandersetzen dürfen und Service bieten. Sehr schön auch Abzugucken bei 5 Sterne Hotels.

Kreativität

Wir werden in unseren Unternehmen mehr denn je Kreativität fördern. Für neue Services, für neue Dienstleistungen, für neue Unternehmensstrukturen. Unternehmen sollten weniger Zeit darauf verwenden, zu diskutieren, wie sie besser funktionieren, sondern wie sie kreativer am Markt agieren!

Kommunikation

Nach innen zu den Mitarbeitern und aber auch nach außen zu den Kunden. Kommunikationswege werden andere. Mehr Videokonferenzen. Weniger Zeit- und Ressourcenverschwendung durch Flüge und auswärtige Termine. Persönliche Treffen werden wieder „menschlicher“. Es geht mehr um das Kennenlernen, das Zuhören, der Austausch wird intensiver und emotionaler. Für das Austauschen und Abstimmen von Fakts wird der digitale Weg genutzt.

Vernetzung

Mehr denn je werden wir auf Vernetzung setzen. Der Trend zum Cocooning (wie bereits in den 80ern), dass wir uns mehr zu Hause aufhalten und unser Heim aufwerten, wird ergänzt durch übergreifende, oft digital gestützte Services wie Lieferung nach Hause, oder andere Services, in denen das eigene Zuhause eine größere Rolle einnimmt.

Skalierbarkeit

Schon immer wichtig für jedes Geschäftsmodell. Wird aber in Zukunft noch wichtiger, weil es auch hilft, Schwankungen wie die durch Covid ausgelösten besser abzufedern.

Abo-Modelle

Es wird in Zukunft immer wichtiger werden, einen einmal und meist teuer gewonnenen Kunden langfristig zu Umsatz zu bewegen. Dies funktioniert am besten mit Abo-Modellen. Wiederkehrbare Dienstleistungen, Services, Produktaustausch etc. anbieten. Das kann für viele Branchen und Unternehmen funktionieren. Ich habe vor einigen Tagen ein Restaurant entdeckt, dass gastronomische Events in unterschiedlichen Locations organisiert. Sie sind mittlerweile auf lange Sicht ausgebucht!

Wie unterstützen Investoren Ihre Beteiligungsunternehmen in den unsicheren Zeiten von Covid?

Ich denke gerade jetzt ist ein kontinuierlicher, regelmäßiger Austausch sehr wichtig. Hört gut zu, mich welchen Herausforderungen, Problemen jedes einzelne Unternehmen jetzt zu kämpfen hat.
Helft aktiv bei der Lösung von Strategien und gebt Unterstützung bei der Umsetzbarkeit. Bietet Vernetzung, auch mit anderen Beteiligungsunternehmen. Schafft kreativen Austausch und helft bei der strukturellen Umsetzung in den einzelnen Unternehmen. Was die einen jetzt gut umsetzen, kann anderen Unternehmen gerade helfen. Vielleicht muss dies aber nicht jedes Unternehmen selbst aufbauen, vielleicht sind Kooperationen sinnvoller? Vertrauen ist jetzt wichtig und Zuversicht. Prüft Outsourcing-Modelle wo sie Sinn machen könnten, um Fixkosten zu senken und prüft, ob Zusammenschlüsse mit anderen Unternehmen sinnvoll sein könnten um schneller eine überlebensnotwendigen Kundenzahl zu erreichen.
Unterstützt und helft bei der Recherche und Umsetzung von Förderprogrammen und öffentlicher Unterstützung. Auch in der Abwicklung von z.B. Kurzarbeitergeld. Helft bei organisatorischen und strukturellen Themen. Macht die Umsetzung transparent, dann muss sich nicht jeder einzelne mit den bürokratischen Vorgängen auseinandersetzen. Das nimmt in den Beteilungsunternehmen Druck und schafft Zeit.

Photo by Tuesday Temptation on Unsplash

Zusammenfassung

Mega-Trends beschreiben die großen gesellschaftlichen Strömungen mit einem Zeithorizont von über 10 Jahren. Sie müssen in allen möglichen Lebensbereichen Strömungen aufzeigen, in der Politik, Ökonomie, Konsum etc.

Ich sehe gerade vier Megatrends, die ich sehr spannend finde: 1. Der Gesundheitssektor, speziell die Telemedizin. 2. Der Online-Handel, der während der Corona-Krise schon kräftig gewachsen ist und auch nach Corona einen noch schnelleren und größeren Wachstumsschub erfährt. 3. Virtuelle Aktivitäten werden zunehmen – von Online-Bildung, (Online-Studium, Online-Weiterbildung) bis Telearbeit. 4. Umwelt-/Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Neo-Ökologie. Jeder und jedes Unternehmen wird sich hierzu zukünftig positionieren müssen.

Die Gewinner werden die sein, die ihre Werte klar kommunizieren und leben. Die Makrofaktoren und Trends in der post-Covid-Phase sind natürlich stark abhängig davon, in welcher Branche das Unternehmen tätig ist. Für jedes Unternehmen wird es wichtig sein, seine Wertschöpfungskette zu überprüfen und neue Bereiche ausschöpfen – in Eigenregie oder in Kooperation. Flexibilität in der Organisation und Struktur werden sehr wichtig sein, um zukünftig noch schneller auf Änderungen im Außen reagieren zu können. Kreativität wird wieder mehr gefragt sein – Services rund um Kunden, Mitarbeiter werden ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen sein. Die Fokussierung auf die Unternehmenswerte. Vernetzung, Skalierbarkeit und Abo-Modelle schaffen.

Investoren unterstützen Ihre Beteiligungsunternehmen durch kontinuierlichen, regelmäßigen Austausch, aktive Hilfe und Unterstützung bei der Findung von Strategien und Unterstützung bei der Umsetzung, Vernetzung gerade auch mit anderen Beteiligungsunternehmen. Prüft Outsourcing-Modelle oder Unternehmens-Koops oder auh Unternehmens-Zusammenschlüsse. Unterstützt bei der Umsetzung von Förderprogrammen und öffentlicher Unterstützung. Helft bei organisatorischen und strukturellen Themen. Das nimmt den Beteiligungsunternehmen Druck und schafft Zeit.

Photo by Drew Beamer on Unsplash

Weiterführende Links

Und zur Belohnung...

...wird heute mal gerockt. Richtig reingehauen und gefetzt. Oder wollt Ihr sinnierend in der Ecke sitzen?!? Entscheidet Euch: Flüchten oder Standhalten!


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Tags

Corona-Krise Unternehmen, Corona-Trends, Makrotrends Corona


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